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Rund um das Messer

 
Man unterscheidet aufgrund der Klingenform, ob es sich um ein Schneid-, Hau-, Stechmesser oder um eine Kombination dieser Anwendungsmöglichkeiten handelt. Als reines Schneidwerkzeug ist ein Messer mit Skinnerklinge anzusehen, welches zum Abhäuten entwickelt worden ist. Man erkennt es an der runden Form der Klinge, die durch ihre Biegung eine große Schnittfläche aufweist. Bei einem Haumesser ist die Klinge so ausgebildet, dass sie vorderlastig ist und eine gewisse Länge besitzt, die zum wuchtigen Schlag benötigt wird. Als typisches Beispiel ist die Machete anzuführen, die allseits bekannt sein dürfte. Der Dolch ist mit seiner zweischneidigen Klinge ein Stoßmesser und für andere Zwecke kaum noch anwendbar. Bei einem Gebrauchsmesser wird man in der Regel einen Kompromiss schließen müssen. Eine gute Vielzweckklinge bietet das Bowie. Durch den runden Bauch und der etwas oberhalb der Klingenmitte gelegenen Spitze lassen sich alle Arbeiten durchführen. Auch die Drop-Point- und Utility-Klingen sind universell einsetzbar. Die Drop-Point-Klinge unterscheidet sich von der Utility-Form durch eine stärkere Rundung, so dass sie zum Schneiden besser geeignet ist, wogegen die Utility-Klinge durch die Spitze besser für stechende Arbeiten einzusetzen ist.
 

Klingenstahl

 
Der Stahl ist das Herzstück eines jeden Messers, da von seiner Qualität die Gebrauchstüchtigkeit in entscheidender Weise abhängt. Die Klingenstähle unterscheiden sich in ihrer stofflichen Zusammensetzung und der Herstellungstechnik. Die älteste Herstellungsart ist das Schmieden, welches in der heutige Zeit allerdings kaum noch praktiziert wird, da bei der Herstellung die Rohlinge meist aus Bandstählen herausgestanzt werden und danach der Verarbeitungsprozess beginnt, wobei die Messerklingen durch die verschiedenen Arbeitsgänge wie Schleifen, Härten, Anlassen, Polieren und Schärfen entstehen. Um einen Überblick über die verschiedenen Stahlsorten zu erhalten, muss man die wichtigsten Elemente und Eigenschaften der Legierung kennen und wissen, welchen Einfluss sie auf die spätere Klinge haben. Dazu soll folgende Auflistung dienen:
 
Kohlenstoff (C): Kohlenstoff ist das wichtigste und einflussreichste Legierungselement im Stahl. Von ihm hängt unter anderem die Härtbarkeit ab (der C-Anteil darf 0,5% nicht unterschreiten und 2% nicht übersteigen).
Mangan (Mn): Erhöht die Festigkeit des Stahls, wirkt günstig auf die Schmiedbarkeit ein und steigert die Einhärttiefe.
Chrom (Cr): Ist wie Mangan für die Erhöhung der Festigkeit zuständig. Darüber hinaus werden Stähle mit hohem Chromanteil (um 14%) abriebfest und rostbeständig, welches in der Regel mit "rostfrei" oder "stainless" angegeben wird.
Molybdän (Mo): Dieses Element steigert die Schneid- und Dauerbeständigkeit. Bei zu hohem Mo-Anteil allerdings wird die Schmiedbarkeit beeinträchtigt.
Vanadium (V): Erhöht die Schneidfähigkeit und optimiert die Warmfestigkeit.
 
Die verschiedenen Stahlsorten ohne eine detaillierte Untersuchung zu unterscheiden, ist jedoch kaum möglich, so dass eine Überprüfung anhand des optischen Eindrucks nicht vorgenommen werden kann und man sich auf die Herstellerangaben verlassen muss. Die gängigsten Stahlsorten für Jagd- und Freizeitmesser sind:
 

440er A-, B -, C-Stahl

 
Hierbei handelt es sich um eine amerikanische Bezeichnung für relativ hochwertigen rostfreien Stahl. Die Stähle 440 B + C unterscheiden sich gegenüber A nur durch einen höheren Kohlenstoffgehalt, wobei 440 C Stahl der Beste ist.
 

Dreilagenstahl

 
Der rostfreie Dreilagenstahl besteht aus einem Kern von Rasierklingenstahl und wird von zwei Lagen 18/8 Edelstahl umgeben. Diese beiden Stahlqualitäten sind jede für sich als Messerstahl nicht gebrauchsfähig, geben jedoch in Kombination dem Messer alle seine guten Eigenschaften. Der 18/8-Stahl gibt der Klinge die Rostwiderstandsfähigkeit und Biegsamkeit, der Kern aus Rasierklingenstahl verleiht dem Messer die Schärfe.
 

ATS-34-Stahl

 
Ein Hochleistungs-Stahl aus den USA. Der hohe Kohlenstoffgehalt sorgt für eine Härte von 59-60 Grad Rockweil (HRC).
 

Pulvermetallurgischer-Stahl

 
Mit diesem Herstellungsverfahren wurde es möglich, wesentlich mehr Legierungsbestandteile im Stahl unterzubringen. Dazu wird der flüssige Stahl in einer Schutzgas-Atmosphäre fein zerstäubt. Er kühlt blitzschnell ab und rieselt als feines Pulver herab. Nur so ist es möglich, einen Kohlenstoffgehalt von 2,2 und einen Vanadiumgehalt von 5,75% zu erzielen. Das so erzeugte Pulver wird nun in eine Form gepresst, dann erhitzt und knapp unter dem Schmelzpunkt verbindet es sich untereinander.
 

Damaszener Stahl

 
Die Damaszenerschmiedekunst hat eine sehr lange Tradition und wurde früher sowohl für Klingen als auch für Gewehrläufe eingesetzt. Bei dieser Technik werden immer eine Lage harter und eine Lage weicher Stahl aufeinander geschmiedet und durch Falten immer wieder halbiert, so dass ohne weiteres 500 und mehr Lagen entstehen, welches sich an der besonderen Optik widerspiegelt.
 

Härte des Klingenstahls

 
Die Härte des Klingenstahls wird in sogenannten Rockwell-Graden (HRC) angegeben. Der optimale Wert liegt bei Spitzenstählen zwischen 54 und 60 Rockwell Um den Härtewert zu ermitteln, wird auf den Stahl ein Diamantkegel mit einer bestimmten Druckbelastung gesetzt und anschließend die Eindringtiefe gemessen und mit einer Formel umgerechnet. Je höher der Härtegrad, desto länger bleibt ein Messer scharf, lässt sich aber allgemein schwieriger nachschleifen und ist nicht so elastisch, d.h. die Klinge bricht leichter. Daher sollte bei einem Haumesser der Rockwell-Grad zwischen 54-56, bei einem Schneidmesser bei 57-59 HRC liegen.
 
 

Griffe und Schneiden

 
In den letzten Jahren hat sich auf dem Messermarkt bezüglich der Materialien einiges verändert. Durch die immer weiter fortschreitende Forschung, gerade auf dem Raumfahrtsektor, ist eine Fülle neuartiger Kunststoffe auf den Markt gekommen, die geradezu prädestiniert sind, auch bei der Messerherstellung für Griffe und Scheiden verwendet zu werden. Die Meinungen über diese Entwicklung ist geteilt. Die einen sehen in einem Messer ein traditionelles Instrument, die anderen wollen eher moderne Gebrauchstüchtigkeit. Da man über Geschmack nicht streiten soll, wollen wir hier, da die konventionellen Materialien wie Messing, Holz und Leder jedem bekannt sind, auf die Vorzüge der neuen Materialien hinweisen. Ein Hauptargument für einen Griff aus Kunststoff ist die Gewichtsersparnis. Sie ist durchaus bedeutend, da je nach Modell der Unterschied bei 120 g und mehr liegen kann. Ein großes Taschenmesser mit einem Heft aus Holz und Messing muss oft schon am Gürtel getragen werden, da es für die Hosentasche zu schwer ist. Außerdem ist im Grunde jedes unnötige Gramm zuviel.

Durch das maschinelle Formen wird außerdem der Aufwand bei der Herstellung reduziert, was sich sehr im Preis niederschlägt. Auch liegen die Messer mit Kunststoffgriff besser in der Hand, da man von gummiähnlichen Materialien nicht so schnell abgleitet. Durch die neuen Stoffe ist die Haltbarkeit und die Bruchfestigkeit meist größer als bei Holzgriffen; auch Nässe macht den Griffschalen nichts aus.

Bei Wikipedia gibt es Interessantes zu lesen über Messerstahl 




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